Verborgene Schätze

Islamisches Kulturerbe in Deutschland sichtbar machen

 

Viele Zeugnisse islamischer Kulturgeschichte befinden sich in Museen, Bibliotheken, Archiven, Gemeinden, privaten Kontexten oder im Berliner Stadtraum. Häufig bleiben ihre Geschichten jedoch für einen Großteil der Gesellschaft unsichtbar: 

  • Wer hat diese Objekte hergestellt, genutzt, gesammelt, bewahrt, beschrieben oder ausgestellt? 
  • Wie kamen sie nach Deutschland oder Berlin? 
  • Unter welchen historischen Bedingungen wurden sie weitergegeben oder neu eingeordnet? 
  • Und welche Rolle spielen sie heute für Erinnerung, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Teilhabe?

 

Das Projekt setzt genau hier an. Teilnehmer:innen unterschiedlicher religiöser und kultureller Hintergründe lernen in einer kuratierten Workshop- und Exkursionsreihe, islamisches Kulturerbe aus verschiedenen Perspektiven kritisch zu betrachten: historisch, religiös, kulturell, materiell und gesellschaftlich.

 

Dabei werden Objektgeschichten nicht nur erzählt, sondern auch hinterfragt. Es geht dabei um Austausch und Wissenstransfer, aber ebenso um Herkunft, Sammlungspraktiken, Machtverhältnisse, unterschiedliche Deutungen und die Frage, welche Stimmen und Zusammenhänge sichtbar werden – und welche nicht.

 

Islamisches Kulturerbe wird dabei als Teil deutscher und Berliner Geschichte und zugleich in einem religionsübergreifenden Zusammenhang betrachtet. Muslimische, jüdische, christliche und weitere Perspektiven auf Erbe, Erinnerung und Bewahrung sollen so miteinander ins Gespräch kommen.

 

In sechs Workshops und anschließenden Exkursionen entwickeln die Teilnehmenden eigene Objektgeschichten, kurze Texte und digitale Vermittlungsformate. Zum Abschluss werden ausgewählte Ergebnisse öffentlich präsentiert und in einer kurzen Projektdokumentation zusammengeführt.

“Wir müssen den Dingen selbst folgen, denn ihre Bedeutungen sind in ihre Formen, ihre Verwendungen und ihre Wege eingeschrieben.”

Arjun Appadurai, „Introduction: Commodities and the Politics of Value“, in The Social Life of Things: Commodities in Cultural Perspective, hg. von Arjun Appadurai, Cambridge: Cambridge University Press, 1986, S. 5.
Eigene deutsche Übersetzung.

unsere Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an junge Erwachsene und Interessierte – unabhängig von Religion, Herkunft oder Weltanschauung.

Du interessierst dich für Geschichte, Kultur, Religion, Museen, gesellschaftliche Fragen oder dafür, wie unterschiedliche Geschichten und Perspektiven unser Zusammenleben prägen?

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

auf einen Blick

  • maximal 20 Teilnehmende
  • Teilnahme kostenlos
  • 6 Workshops + Exkursionen in Berlin
  • religionsübergreifende und interkulturelle Ausrichtung
  • kritische Auseinandersetzung mit Objektgeschichten, Provenienz und Erinnerung
  • keine Vorkenntnisse erforderlich
  • Entwicklung eigener Vermittlungsformate

Workshop Termine

Montag, 14. September 2026, 16:00–18:00 Uhr
Islamisches Kulturerbe als Teil gemeinsamer Berliner Geschichte

Mittwoch, 16. September 2026, 16:00–18:00 Uhr
Objekte erzählen Geschichten – Objektgeschichten

Montag, 21. September 2026, 16:00–18:00 Uhr
Objektwege, Provenienz und Sammlungsgeschichte

Mittwoch, 23. September 2026, 16:00–18:00 Uhr
Religiöses Kulturerbe im Vergleich

Montag, 28. September 2026, 16:00–18:00 Uhr
Kulturerbe vermitteln – Storytelling 

Mittwoch, 30. September 2026, 16:00–18:00 Uhr
Gemeinsame Erinnerungen sichtbar machen

 

Die Termine der anschließenden Exkursionen und der Abschlussveranstaltung werden gesondert bekannt gegeben.

Du möchtest dabei sein?

Die Zahl der Plätze ist auf 20 Personen begrenzt.

Ansprechperson

Projektleitung

Farid El-Ghawaby

gefördert durch

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