Seelsorge in einer pluralen Gesellschaft
Wie begleiten wir Menschen in gesundheitlichen und psychosozialen Krisen – sensibel, spirituell und interkulturell zugleich?
In Krankheit oder am Lebensende stehen Menschen oft vor Fragen, für die es keine medizinische Antwort gibt.
Das Projekt Soul Matters entwickelt eine interreligiöse Ausbildung zur psychosozialen Begleitung von Patient*innen in Krankenhäusern, psychiatrischen Einrichtungen und anderen Betreuungskontexten. Es richtet sich an alle, die sich professionell und emphatisch für seelisches Wohlbefinden einsetzen wollen – unabhängig von eigener religiöser Zugehörigkeit.
Seelsorge zwischen Religion, Kultur und Krise
Ob in Krankheit oder am Lebensende – Menschen brauchen Zuwendung, die über das Medizinische hinausgeht. Soul Matters qualifiziert Teilnehmende darin, in genau solchen Situationen da zu sein: mit interreligiöser Sensibilität, psychologischem Grundwissen und spiritueller Kompetenz. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie kann Seelsorge heute gelingen – in einer pluralen, postmigrantischen Gesellschaft?
Ausbildung mit inklusivem Fokus
Die Ausbildung besteht aus sechs Modulen und einem begleitenden Fachtag für medizinisches Fachpersonal. Sie führt praxisnah in Grundlagen der Seelsorge, rechtliche und ethische Fragen, psychologische Krisenbegleitung und kulturelle sowie religiöse Diversität ein.
Innerhalb des interreligiösen Ansatzes werden auch Perspektiven berücksichtigt, die in gesundheitlichen Versorgungskontexten bislang wenig Beachtung finden – darunter etwa spezifische religiöse und spirituelle Zugänge von Patient*innen mit muslimischem Hintergrund. Soul Matters möchte damit eine breitere Sensibilität für weltanschauliche Vielfalt und lebensweltliche Pluralität im Gesundheitswesen und darüber hinaus fördern.
Wer kann teilnehmen?
Das Projekt richtet sich an Menschen mit Interesse an psychosozialer, interreligiöser Begleitung – etwa Ehrenamtliche, (angehende) Seelsorger*innen, Engagierte aus Moscheegemeinden oder Personen aus anderen religiösen Kontexten, aber auch aus medizinischen oder sozialen Berufen.
Die Teilnahme ist konfessionsungebunden.
Voraussetzungen sind Offenheit, Reflexionsfähigkeit, die Bereitschaft, sich auf andere Perspektiven einzulassen.
Warum teilnehmen?
- Vermittlung fundierter Kompetenzen zur interreligiös sensiblen Begleitung von Menschen in gesundheitlichen Krisensituationen und am Lebensende
- Erwerb praxisnaher Methoden in Gesprächsführung, Krisenintervention und spiritueller Begleitung
- Einbindung in ein innovatives Netzwerk zur Weiterentwicklung von Seelsorge in Berlin
- Unterstützung bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen in Einrichtungen der Gesundheits- und Seelsorgearbeit
Soul Matters wird durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Rahmen des Programms „Förderung Muslimischen Lebens“ unterstützt.
Das Projekt entsteht in enger Kooperation mit dem Unionhilfswerk Senioreneinrichtungen, dem Ponte Institut: Kultursensible Seelsorge & Beratung und den Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin.











































